AngestelltenForum im Hybrid-Format

Gewerkschaftliche Vernetzung unter Corona-Bedingungen

  • 09.10.2020
  • News

Nach zwei digitalen Treffen fand das AngestelltenForum am 7. Oktober 2020 wieder in Präsenz statt. Unter Einhaltung der besonderen Corona-Hygienevorschriften und dem Motto „Mit Abstand die besten Kolleg*innen“ kamen die Teilnehmenden im IG Metall Haus zusammen. Ein kleiner Kreis schaltete sich digital dazu. Gemeinsam diskutierten wir die Frage, wie sich unsere gewerkschaftliche Vernetzung in den nächsten Wochen und Monaten, in denen der Schutz vor Corona weiterhin oberste Priorität hat, gestalten lässt.

Referent Timo Kwiatkowski aus der IG Metall Vorstandsverwaltung, Foto: IG Metall

Ein Kollege nimmt an der teambits-Umfrage teil, Foto: IG Metall

Die Freude, sich wieder persönlich treffen zu können, war bei allen Anwesenden groß. Gewerkschaftssekretärin Susanne Heyn führte in die neuen technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen des AngestelltenForums ein. Zudem gab sie einen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen zur Corona-Prävention (im Betrieb) als gemeinsame Grundlage für die weitere Diskussion.

Eine herzliche Begrüßung bekam Referent Timo Kwiatkowski aus der IG Metall Vorstandsverwaltung. Er stieg mit einer digitalen Befragung zur gewerkschaftlichen Arbeit im Betrieb seit der Corona-Pandemie ein. Ergebnis war, dass die Mehrheit der Kolleg*innen diese in Hybrid-Veranstaltungen organisiert und dafür Videokonferenztools nutzt. Die Teilnehmenden waren sich schnell einig, dass sich das persönliche Gespräch in Präsenz nicht durch digitale Formate ersetzen lässt. Je nach individueller Arbeitssituation vermissen sie den informellen Austausch, der sich sonst im gemeinsamen betrieblichen Alltag regelmäßig ergibt und berichteten, dass aufgrund von Kurzarbeit und vermehrter Arbeit von zu Hause aus derzeit viel Spontanität verloren geht:

Anhand unterschiedlicher betrieblicher Szenarien wurde dann diskutiert, wie sich zukünftig gewerkschaftliche Aktivitäten im Betrieb organisieren lassen und sich die Beteiligung daran herstellen lässt. Wir erörterten, wie wir die bislang bewährten Strukturen unter Corona-Bedingungen, u. a. in kleineren Gruppen mit dem notwendigen Abstand, fortführen und zugleich die (neuen) digitalen Möglichkeiten integrieren können. So funktioniert beispielsweise das Erarbeiten und Abstimmen von Texten digital sehr gut und manche sehen die Teilnahme an einem digitalen Treffen als durchaus praktikabler an.

Zum Schluss waren sich die Kolleg*innen in Folgendem einig: Unsere IG Metall Arbeit lebt davon, dass wir als Personen sichtbar sind. Dennoch können wir digitale Werkzeuge unterstützend nutzen und damit auch neue und kreative Wege beschreiten. Daran wollen wir in den nächsten Wochen und Monaten gemeinsam weiterarbeiten, in Präsenzveranstaltungen, aber auch hybriden und digitalen Veranstaltungsformaten.